Markus Schulz

Markus Schulz

Mit Changers CO2 frei Gassi gehen.

Unternehmen können Ihren Mitarbeitern, die in der App gesammelten Bonuspunkte in betriebliche Leistungen eintauschen. Das können Essensgutscheine, ein Radfahrzubehör, ein Team-Event oder oder oder sein. Zusätzlich bieten wir als Changers den Unternehmen aber auch ausgewählte Partnerangebote im Prämienbereich, die gut zu Bewegung und Umwelt passen. Hierzu gehören  beispielsweise Garmin Fitness-Tracker, komoot Outdoor-Karten, Selfapy Online Therapieangebote, Hello Fresh Kochboxen oder auch Angebote von erneuerbaren Energieversorgern und vieles mehr.

Heute kommt ein weiteres Angebot von ThePooPick hinzu. Mit den innovativen und umweltfreundlichen Produkten von ThePooPick könnt Ihr die Entsorgung des „großen Geschäfts“ eures vierbeinigen Lieblings umweltfreundlicher gestalten. Wir finden die Verbindung aus Spazierengehen und umweltfreundlicher Entsorgung großartig und haben daher gleich zwei Gutscheine im Prämienbereich hinterlegt. Mit dem einen könnt ihr ein Probier-Set bestellen und mit dem anderen bekommt ihr satte 20% auf eure Bestellung bei ThePooPick.com

Zuerst aber solltet Ihr besser verstehen, was es mit diesem Angebot auf sich hat. Hierzu haben wir Christian von ThePooPick gebeten, uns ein paar Informationen zum Problem und zur Lösung von ThePooPick zusammenzustellen.

In Deutschland gibt es nämlich ca. zehn Millionen Hunde, welche zweimal pro Tag „groß“ müssen und dieser Hundekot wird meistens noch mit Plastiktüten aufgenommen. Somit werden pro Tag nur in Deutschland ca. 15 Millionen Plastiktüten verwendet – nur allein für die Entsorgung von Hundekot.

Und hier die Infos weshalb Du zukünftig lieber auf Plastiktüten verzichten solltest.

1. Warum ist ein Hundekotbeutel aus Papier besser als ein Hundekotbeutel aus Plastik/Bio-Plastik?

Grundsätzlich ist es so, dass sich die Ökobilanz von Produkten verbessert, je höher der Anteil an Recycling-Material ist. Deshalb setzen wir bei dem PooPick 70% Recycling-Papier ein. Dies ist auch FSC-70 zertifiziert. 100% würden das Produkt sehr „labbrig“ machen, schließlich wollen wir mit dem PooPick ein stabiles Produkt anbieten, womit eben auch die kontaktlose Kotaufnahme problemlos möglich ist. Allerdings kommen die restlichen 30% an frischem Papier bei uns aus den Resten der Möbelindustrie. Das ist ja auch eine Form des Recyclings.

Das Problem beim Bio-Plastik steckt ja bereits im Namen: es ist immer noch Plastik! Gute Anbieter haben einen Anteil von nachwachsenden Rohstoffen von bis zu 30%. Das ist grundsätzlich schon gut und ein richtiger Ansatz, bedeutet aber eben auch, dass trotzdem noch 70% (oder mehr) Erdöl und Chemie sind. Da die nachwachsenden Rohstoffe auch Ackerfläche belegen und oftmals auch aus fernen Ländern importiert werden, ist dies für uns kein final ökologisches Konzept.

2. Es gibt doch kompostierbare Plastikbeutel, oder?

Hundekot sollte aus unterschiedlichen Gründen immer verbrannt werden und gehört in den Hausmüll.

Denn: Hunde, die von Würmern wie beispielsweise Spulwürmern, Hakenwürmern, Lungenwürmern oder auch Bandwürmern befallen sind, scheiden gewöhnlich deren mikroskopisch kleine Wurmeier bzw. Wurmlarven mit dem Kot aus. Die Eier können sich dann durch Regen oder bei einigen Arten auch durch Zwischenwirte wie Schnecken in der Umwelt verteilen, sodass nach kurzer Zeit auch die Erde, Pflanzen und Gewässer in der Umgebung verunreinigt oder aber Zwischenwirte befallen sind. Dort bleiben die Wurmeier teilweise monatelang infektiös und verbreiten sich weiter, indem sie von neuen Wirten aufgenommen werden und ihren Entwicklungszyklus fortsetzen.

 

Auch Menschen können sich mit einigen Wurmarten wie zum Beispiel Spulwürmern infizieren, in dem sie infektiöse Wurmeier versehentlich und unbemerkt aus der Umwelt aufnehmen. Vor allem kleine Kinder, die häufig auf dem Boden spielen und ihre Umgebung mit allen Sinnen erkunden, sind gefährdet. Auch dies sind Gründe, die gegen die Kompostierung von Hundekot sprechen.

Die Entsorgungsempfehlung über den Hausmüll gilt für alle Anbieter von Kotentfernungsutensilien – das heißt auch für solche aus Papier. Bei der Verbrennung von Plastiktüten, auch von Bio-Plastik, werden fossile Energieträger verbrannt (Erdöl), was einen unnötig hohen Ausstoß von CO2 zur Folge hat und somit den Treibhauseffekt ankurbelt. Das gleiche gilt leider natürlich auch für recyceltes Plastik.

Verbrennt ein Papierprodukt, dann verbrennt es als reine Biomasse und somit klimaneutral, da es zu 100% aus dem Naturprodukt Holz besteht. Es wird bei der Verbrennung nur soviel CO2 freigesetzt, wie der Baum in seinem Leben der Atmosphäre entzogen hat.

3. Woraus genau bestehen denn eigentlich die Bio-Plastiktüten?

Für biologisch abbaubare Plastiktüten wird häufig eine Mischung aus erdölbasierten und nachwachsenden Rohstoffen verwendet – und zwar aus maisbasierter Polymilchsäure (PLA). Damit eine Plastiktüte reißfest bleibt, ist es nach Informationen von Plastiktütenherstellern nicht möglich mehr als 30 Prozent des nachwachsenden Rohstoffes PLA in Tragetaschen zu verwenden. Das bedeutet, dass der Anteil an fossilem Rohöl in biologisch abbaubaren Plastiktüten doppelt so hoch sein kann wie der Anteil nachwachsender Rohstoffe. Dies wirkt sich besonders negativ auf die Ökobilanz aus, weil die schlechten Eigenschaften der erdölbasierten Kunststoffe mit den schlechten Eigenschaften der Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen vereint werden.

Deutsche Plastiktütenhersteller beginnen inzwischen mit der Produktion von Polyethylen-Plastiktüten aus nachwachsenden Rohstoffen. Dabei wird hauptsächlich Zuckerrohr aus Brasilien zu Ethanol verarbeitet, woraus im Anschluss der herkömmliche Kunststoff Polyethylen hergestellt wird. Hersteller bewerben diese Tüten als besonders umweltfreundlich und klimaneutral. Richtig ist jedoch nur, dass der reine Pflanzenrohstoff (Zuckerrohr) in Tragetaschen aus sogenanntem „Bio-Polyethylen“ klimaneutral ist. Die rohstoff- und energieintensive industrielle Agrarwirtschaft und Verpackungsherstellung verursachen entlang des Lebenszyklus der „Bio-PE-Tüte“ jedoch Klimagasemissionen (CO2, Methan- oder Lachgas) in erheblichem Ausmaß.

4. Wie viel Erdöl steckt denn in einer Plastiktüte? Und wieviel CO2 wird für die Produktion aufgewendet?

Jedes Jahr werden in Deutschland 440.000.000 Plastiktüten von den Städten für Hundekot ausgegeben. Da für die Herstellung von Plastiktüten Erdöl verwendet wird (ca. 150ml pro Tüte), entspricht dies ca. 6.000.000 Litern Erdöl – pro Jahr und nur in Deutschland!

Diese wahnsinnige Menge entspricht ca. 3.850 Erdumrundungen (~26.000km Umfang, Verbrauch 6 Liter). Und das ist nur die Menge der öffentlich ausgegebenen Beutel – dazu kommen alle privat gekauften.

Für die Produktion einer einzelnen Plastiktüte werden 120 g CO2 aufgewendet. Bei einem zweimaligen Gassi-Gang pro Tag, kommt man somit für Hundekot-Plastiktüten auf unfassbare 87,6kg CO2 pro Jahr.

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